Fraunhofer-Haus

Hauptsitz der Forschungsgesellschaft in München

Bauherr
Fraunhofer-Gesellschaft, München

Architekt
HENN Architekten, München

BGF
30.000 m²

TGA Kosten
>10 Mio. Euro

Leistungsbereiche
Planung HLSE

Leistungsphasen
2 - 8

Planungszeit
1997-2002

Bauzeit
2000-2003

65 Meter hoch ist der Neubau der Fraunhofer-Gesellschaft unweit des Mittleren Ring im Südwesten der Innenstadt München. Der Neubau des Gebäudekomplexes bietet die Möglichkeit alle Teile der Zentralverwaltung der Gesellschaft an einem Ort zusammenzuführen.

Transparenz und Offenheit waren die Leitmotive für die Gestaltung des sich aus drei Gebäudeteilen zusammensetzenden Ensembles. Das 17-geschossige Bürogebäude, ein gegenüberliegender Verwaltungsbau in der Hansastraße und ein fünfgeschossiger Längsriegel am Mittleren Ring ergänzen die vorhandene Blockrandbebauung und schließen einen begrünten Innenhof ein.

Mit einem weitgehend offenen Raumkonzept bietet das Gebäude bereits strukturell die Grundlage für ein Höchstmaß an Kommunikation.

Wegweisend ist das Projekt auch hinsichtlich der Maßnahmen zum ressourcenschonenden Bauen.

So können die Büros des Hochhauses können über eine Doppelfassade natürlich belüftet werden. Diese Fassade wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme entwickelt. Eine Betonkernaktivierung sichert im Zusammenspiel von natürlicher Lüftung mit einem Pufferspeicher die Nachtauskühlung. Darüber hinaus deckt dieses System weitgehend den Heizbedarf im Verbund mit dem installierten Blockheizkraftwerk. Für weiteren Bedarf ist eine Gaskesselanlage vorgesehen.

Gleichzeitig liefert das Blockheizkraftwerk Strom und fungiert darüber hinaus als Notstromaggregat.

Schließlich liefert die BHKW-Anlage im Sommer noch Prozessenergie für die Kälteerzeugung mittels Absorptionskältemaschine.